Die Situation auf den Rohstoffmärkten verschärft sich

Die Mayer-Gruppe informiert:

Die Situation auf den Rohstoffmärkten verschärft sich

Erst jüngst hatten wir in der aktuellen Ausgabe unserer Kundenzeitschrift MAILmedia aktuell berichtet, dass sich Rohstoffknappheit und pandemiebedingte Effekte weiterhin auswirken werden. Zu dem Zeitpunkt konnten wir nicht vorhersehen, wie dramatisch sich die Lage zu Beginn des neuen Jahres entwickeln würde.

Energiekosten

Steigende Energiekosten zwingen die Papierproduzenten zu immer höheren Energiekostenzuschlägen. Lag dieser Zuschlag, um einen Produzenten exemplarisch herauszugreifen, zum 1. November 2021 noch bei 125 €/t stieg er zum 1. Dezember auf 172 €/t und aktuell auf 372 €/t zum 3. Januar 2022. Ankündigungsfristen von gut einer Woche geben uns keinen Spielraum um zu reagieren, da in allen Fällen auch bereits ausgelöste Bestellungen von dieser Preiserhöhung betroffen sind. Addiert man die Energiekostenzuschläge zu den ohnehin gestiegenen Papierpreisen haben sich die Papierpreise innerhalb der letzten sechs Monate mehr als verdoppelt. Dazu kommen die bekannten Kostensteigerungen bei weiteren Rohmaterialien wie Fensterfolie, Leim, Kartonage, Paletten, Frachtkosten usw. Und auch unsere Kosten für Energie werden sich in 2022 im Vergleich zu 2021 verdoppeln.

Papierpreisentwicklungen

Aufgrund dieser Situation sind wir gezwungen unsere Preise kurzfristig nach oben anzupassen. Wir werden versuchen dies mit Augenmaß umzusetzen, bitten aber um Verständnis, dass davon auch bestehende Liefervereinbarungen betroffen sind.

Erschwerend kommt hinzu, dass nach dem Wegfall der Produktionskapazitäten der Stora für Briefumschlagpapier seit dem vierten Quartal 2021 mit dem aktuellen Streik bei UPM für mindestens 6 Wochen weitere relevante Volumina dem Markt nicht zur Verfügung stehen werden. Wir werden als Marktführer alles Mögliche unternehmen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Eine Garantie dafür können wir jedoch nicht übernehmen, da wir mit Faktoren konfrontiert sind, die inzwischen nicht mehr in unserem Einflussbereich liegen.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis für die gegenwärtige Situation und wünschen uns mit Ihnen, diese Zeit gemeinsam weitestgehend unbeschadet zu überstehen.