Mayer-Kuvert-network übernimmt BlessOF (22.4.2008)
Nach intensiven Verhandlungen in den letzten Wochen hat Mayer-Kuvert-network mit Wirkung vom 16. April 2008 den angeschlagenen Briefumschlaghersteller BlessOF übernommen. Die BlessOF GmbH, mit Sitz in Kirchheim/Teck, war kurz davor gestanden, ihre Zahlungsunfähigkeit zu erklären, da man deutliche Umsatzverluste hinnehmen musste.
Das Unternehmen konnte letztendlich nur übernommen werden, da die Altgesellschafter bereit waren, erhebliche Kreditverzichte auszusprechen, die Lieferanten einem außergerichtlichen Vergleich zugestimmt haben und die Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter einen Sozialplan zum Abbau von 120 Mitarbeitern akzeptieren konnten. Bei BlessOF haben 336 Mitarbeiter gearbeitet, nur ein deutlicher Einschnitt in die vorhandenen Strukturen gibt dem Unternehmen eine Überlebenschance.
Durch Produktionsoptimierung innerhalb der Gruppe werden nun die Voraussetzungen geschaffen, BlessOF profitabel zu machen. Herr Martin Benz ist als Geschäftsführer ausgeschieden. Herr Thomas Schwarz wird als Geschäftsführer das Unternehmen weiter verantwortlich leiten. Wie bei Mayer-Kuvert-network üblich, wird der Name BlessOF weiterhin beibehalten, genauso wie auch der eigene Vertrieb und der eigene Marktauftritt. Der letztjährige Umsatz des Unternehmens betrug 46 Millionen Euro.
Bei der Fusion der Blessing GmbH & Co. KG in Pfullingen mit der Otto Ficker GmbH in Kirchheim zu BlessOF im April 2004 ist das Unternehmen durch Restrukturierungsmaßnahmen geprägt gewesen. Nachdem die Standortkonzentration in Kirchheim nicht gegriffen hat und die Belebung durch Wettbewerb auf dem Mailingmarkt ausgeblieben ist, hat man starke Umsatzverluste hinnehmen müssen, die den Fixkostenblock nicht mehr gedeckt haben. Trotz einiger Sanierungskonzepte die man in den letzten Jahren durchgeführt hat, ist man nicht aus den Verlusten gekommen.
Mit der Übernahme von BlessOF verfügt Mayer-Kuvert-network jetzt über 2.600 Mitarbeiter an 40 Standorten in 23 Ländern. Strategisch arbeitet man in Europa mit der spanischen Tompla-Group zusammen und hat eine weltweite Allianz, die GSG Global Services Group mit den führenden Herstellern in Amerika und Japan, um Kunden aus Europa weltweit bedienen zu können.
